Aus North Carolina in die Schweiz: Die „Glorifying Vines Sisters“

„The Vines“-Geschwister brachten einen Schuss Kirchen-Gospel auf eine unwahrscheinlich anmutende Bühne in Lugano, Schweiz. Die Gruppe „The Vines“ besteht aus vier Schwestern: Dorothy, Alice, Mattie und Audrey. Sie alle sind aus dem Osten von North Carolina, dem kleinen Städtchen Farmville – das gibt es tatsächlich. Seit mehr als 40 Jahren singen sie schon gemeinsam Gospelmusik und sie haben in den 1970ern auch Platten aufgenommen, obwohl diese längst vergriffen sind. Das Line-Up für den Auftritt in Lugano bestand aus den vier Schwestern als Lead-Gruppe, mit einer Backup-Band, bestehend aus erweiterten Familienmitgliedern. Zusammen sind das die „Glorifying Vines Sisters“. Ihre Musik vermittelt einen Flair von Bürgerrechts-Ära, so ähnlich wie bei den „Mighty Clouds of Joy“, für die The Vines auch schon als Vorgruppe auftraten.

Ihre Liebe für Gospel-Lieder begann sehr früh, als alle gemeinsam mit ihrem Vater und seinen Brüdern im Kirchenchor sangen. Seit 40 Jahren sind sie unterwegs und touren in Kirchen und auf Versammlungen – vor allem in den Südstaaten der USA. Sie bringen stets ihre „old-school“ Leidenschaft und gewaltigen Stimmen zu etablierten aber auch unerwarteten Showbühnen. Das Interesse an den stimmgewaltigen Sängerinnen wurde grösser, nachdem sie der „Music Maker Relief Foundation“ aufgefallen waren. Music Maker mit Sitz in Hillsborough ist eine Organisation, die Künstler aus Blues, Soul, Country oder Gospel von der Buchung von Shows bis hin zu Arztterminen unterstützt.

Nach einer Reihe von Auftritten in ihrem Heimatstaat North Carolina, beschloss das Music-Maker-Management, The Vines einem breiteren Publikum zugänglich zu machen. Dies führte schließlich zu einem Stopp beim letztjährigen „Blues to Bop Festival“ in der Schweiz. Die Glorifying Vines Sisters machten den Trip im letzten August, um mit der „Music Maker Relief Foundation“ zu dem Festival nach Ticino in der Nähe von Lugano zu reisen. Es war nicht nur der allererste Vines-Auftritt im Ausland, es war auch das erste Mal, dass die Schwestern überhaupt in einem Flugzeug saßen.