Tina Turner, die seit 1970 dem Buddhismus verbunden ist, hat ihre unvergleichliche Stimme einem spirituellen Gesangsprojekt verliehen. Das Ergebnis ist „Beyond – Buddhist and Christian Prayers“, das 2009 in der Schweiz, Deutschland und Österreich veröffentlicht wurde. Der Titeltrack, auch „Beyond“ genannt, ist eine spirituelle Botschaft, geschrieben und gesprochen von Turner.

Spirituelle Musik

Die unermüdliche Rock-Diva, die für ihre raue Stimme und ihre energiegeladenen Bühnenauftritte bekannt ist und noch in diesem Jahr tourte, zeigt eine ganz andere Seite ihrer Persönlichkeit in dem Song. Sie lädt die Zuhörer dazu ein, über Angst und Vergeltung hinwegzuschauen, auf ihre Gefühle zu hören und Liebe zu erleben. „Fang jeden Tag mit einem Lied auf den Lippen an“, sagt Turner. In einer der Textpassagen erwähnt Turner: „What’s love got to do with it?”, was hat Liebe damit zu tun? – in Anlehnung an eines ihrer berühmtesten Lieder.

Positive Nachricht

Die Reaktionen aus der Öffentlichkeit waren bisher sehr positiv. Die Produzenten des Projekts waren sich anfangs nicht ganz sicher, ob das Vermischung von christlichen und buddhistischen Gebeten zusammen mit Tinas Stimme funktionieren könnte. Sie stellten bald fest, dass die drei starken Frauenstimmen mit diversen Hintergründen und aus verschiedenen Kulturen alle auf der selben Wellenlänge waren. Sie trafen sich in diesem inneren Raum der Menschlichkeit und harmonierten perfekt miteinander. Das Ziel war, dass die Menschen durch die spirituellen Lieder zum Singen und Meditieren angeregt wurden. Die Botschaft des Albums hatte in Zeiten der wirtschaftlichen Krise und Unsicherheit eine besondere Relevanz, da sie ermutigte, über materialistische Werte hinaus zu schauen.

Die Macher von „Beyond“

„Beyond – Buddhist and Christian Prayers“ wurde bisher im deutschsprachigen Raum veröffentlicht. Regula Curti ist Gründerin und Geschäftsführerin des „Seeschau Zentrums für Therapie & Bildung“ in Erlenbach bei Zürich. Sie ist Musiktherapeutin, Sängerin und Lehrerin des Kundalini-Yoga. Dechen Shak-Dagsays Familie kam 1963 in die Schweiz. Sie spürt die reiche Kultur ihrer tibetischen Wurzeln und singt seit fast zehn Jahren Mantras.