Gitarrenbauer Gibson in der Krise

Rock und Rock‘n’Roll gehörte einst zur Musik wie die Luft zum Atmen. Diese Zeiten sind vorbei. Das macht sich nicht nur bei den Musikschaffenden bemerkbar sondern auch bei den Instrumentenbauern. Wie der Rock’n’Roll stecken auch die Firmen des klassischen Instrumentenbaus in der Krise. Die sinkenden Verkaufszahlen zeigen deutlich die schwindende Popularität der Instrumente. In Nashville, Tennessee in den USA gibt es einen der bekanntesten Gitarrenbauern der Welt. Das Unternehmen Gibson gilt als Kultfirma für Gitarren und beantragt heute Insolvenz.

Große Schuldenkrise beim Gitarrenhersteller Gibson

Mit etwa 500 Millionen Dollar ist das Unternehmen hoch verschuldet und nur eine Umschuldung in Kombination mit einem Sanierungsplan kann das Unternehmen retten. Nur dann fließen neue Kredite um den Geschäftsbetrieb aufrecht zu erhalten. Die einzige Chance, dass es weitergeht. Es wäre beklagenswert, wenn das Unternehmen nicht trotz der schwierigen Lage aus der Krise kommen könnte.

Trotz hoher Umsatzzahlen in der Krise

Das Unternehmen Gibson wurde 1902 gegründet und produzierte 1936 die erste Gitarre als Serienmodell. Für Rock’n’Roll Legenden und Musikstars wie Elvis, John Lennon oder Johnny Cash wäre ein Leben ohne eine Gibson Gitarre unvorstellbar gewesen. Heute verkauft das Unternehmen pro Jahr über 170.000 Gitarren in etwa 80 Länder. Der aktuelle Jahresumsatz von einer Milliarde Dollar reicht dennoch nicht mehr aus, um Bankkredite und Anleihen zurückzuzahlen. Bereits in den letzten Monaten mussten Aktien und Immobilien herhalten, um die Rückzahlungen zu gewähren. Das Unternehmen hatte sich mit der teilweisen Übernahme des Philips-Konzerns übernommen. Heute macht vor allem der Teil des Unternehmens Probleme, der sich mit Innovationsprodukten wie Lautsprechern und Kopfhörern sowie Equipment für DJs beschäftigt.

Konzentration auf das Kerngeschäft Instrumentenbau soll das Unternehmen retten

Eine Umstrukturierung des Unternehmens soll laut Firmenchef Juszkiewicz alles retten. Gibson will sich in Zukunft vermehrt auf das Kerngeschäft, den Instrumentenbau konzentrieren. Der Firmenchef verhofft sich durch diese Maßnahme mehr Stabilität und finanziellen Segen. Der Ansatz ist nicht unumstritten. Kritische Stimmen behaupten, dass nicht nur die falsche Erweiterungspolitik des Unternehmens zur Misere führte sondern auch andere Faktoren.